Reisetagebuch

In so einem Surrounding kann man doch auch mal Bewerbungsgespräche führen, oder?

Neo, Azul und Brizzy und mein Schneidezahn

Den Sonntag habe in Cafés verbracht - dort habe ich Bewerbungsgespräche mit Neo, Azul und Brizzy geführt, drei südafrikanischen Kameraleuten, die mich auf die Tour begleiten möchten.

Nur bevor wieder Fragen kommen: Natürlich zahle ich auch die privat, weil mir die Menschen, die Projekte und die Südwerk Stiftung sehr wichtig sind - und um all' dies voranzubringen, tue ich das für eine gute Berichterstattung.

Eine gute Gelegenheit um den südafrikanischen dreifachen Handshake zu üben: einmal unten europäisch - einmal sportlich cool oben - und wieder unten. Alle Kandidaten waren gut. Problem: Wir müssen durch Swaziland und 2 von denen haben keinen Pass. Aber das lässt sich vielleicht regeln. Heute Abend schaue ich mir das Filmmaterial von ihnen an. Dann entscheide ich und sag ihnen morgen Bescheid.

Außerdem ist zwischen den Gesprächen mein linker Schneidezahn rausgefallen, der ist aber künstlich und ich hab ihn wieder reingesteckt, er wird jetzt mal noch 3 Wochen wackeln müssen.



Bin ich blind? Ich seh da keine Stadt! Und in allen anderen Richtungen sieht's genauso aus.

Abenteuer Straße

Ich liebe Türme und Weitblick und dann noch mein Verdacht, dass das hier gar keine Stadt ist, wie hätte ich mir da "The Top of Africa" entgehen lassen können, die 360 Grad-Panoramaplattform im 50. Stock des Carlton Centre, dem mit 223 m der höchsten Wolkenkratzer Afrikas.

Das größte Abenteuer heute war allerdings die Fahrt im Minibus - obwohl ich das aus Indonesien und anderen Ländern kenne - nach dem mich alle vor dem gefährlichen Johannesburg gewarnt haben, war ich natürlich, sagen wir "alert". Aber es ist eben wie immer: die meisten Menschen sind gut und hilfsbereit und solange man nicht im dunkeln allein durch finstere Gegenden zieht, eine dicke Uhr am Handgelenk und eine Kamera um den Hals, ist man da, wo Menschen sind, doch meist gut aufgehoben.

Es dämmerte allerdings doch schon leicht als ich die Station für die Rückfahrt suchte - und durch's dumme Fragen nach dem Weg stellen outet man sich eben zu schnell als hilfloser Tourist. Da wurde mir doch mal etwas mulmig in diesen breiten, dreckigen Straßen mit den sonntäglich heruntergelassenen Läden, voller Müll und Ratten, die sich auch von den Menschen langsam leerten. Aber dann auch da wieder vertrauenswürdig aussehende Menschen gefunden, die mich in den richtigen Bus gesteckt haben und mein guter Orientierungssinn, über den ich doch manchmal froh bin, hat dann den Rest getan.

Vertrauensselige Offenheit

Das Unangenehmste ist eigentlich, dass sich alle, die können, in Sicherheit bringen: Geschäfte haben selbst zu Öffnungszeiten die Gitter zu und öffenen nur, wenn man klingelt. Privathäuser haben hohe Mauern und oben drauf noch Elektrozäune oder Stacheldraht. Das heißt aber, dass man auf der Straße zwischen diesen Sicherheitswällen wie in einem Tunnel geht, und falls einem tatsächlich mal jemand auflauert würde, könnte man garantiert nirgends hin fliehen. Aber das soll man ja eh nicht, man soll alles rausrücken. Dagegen ist bei uns alles vertrauensselig offen und einladend.

 

Jetzt im Reisetagebuch



Projektreise Kenia und Uganda


Von Ende Oktober bis Anfang November 2012 ist Benjamin Wolf, wieder in Afrika unterwegs. Diesmal in Kenia und Uganda. Auch hier schreibt er wieder ein Reisetagebuch über seine Erlebnisse

Zum Reisetagebuch Kenia und Uganda



Projektreise Südafrika


Vom 17. August bis zum 06. September 2012 war Benjamin Wolf, der Gründer und Geschäftsführer der Südwerk Stiftung, in Südafrika unterwegs. Er besuchte fünf der von uns unterstützten Projekte und traf viele Menschen und Organisationen.

Das Ziel der Reise war, die bestehenden Projekte und vor allem die beteiligten Personen vor Ort kennen zu lernen. Darüber hinaus wird der Blick auch in die Zukunft gehen, um künftige Chancen zu erkennen.

Zum Reisetagebuch Südafrika

Blog

Lesen Sie hier beispielhaft, was Südwerker als Freiwillige in dem von Foundation Human Nature e.V. betreuten Projekt bei ihren Einsätzen auf der Gesundheitsstation in Ecuador erlebt haben."

Sebastian, ab Januar 2013: zum Blog

Myriam, November 2011 bis Januar 2012: zum Blog

Benjamin Wolf, Juli 2008 bis August 2008: zum Blog

Clara, Oktober 2008 bis Februar 2009: zum Blog

Marianne Harr, November 2007 bis Mai 2008: zum Blog

Philipp Wolf, Juli 2007 bis Februar 2008: zum Blog


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