Schokolade auf dem Äquator

Regine Harr war drei Monate in Bangladesh. Foto: Martin Kalb

Regine Harr, von Hause aus Investmentbankerin aus London, hat für uns in Bangladesh die Grameen Bank besucht - die "Mutter" aller Mikrokredit-Projekte.


Am Donnerstag, dem 16.07.2009 berichtete Regine Harr im Ev. Gemeindehaus in Ingersheim bei Stuttgart in einem bilderreichen Vortrag über Vergabe von Mikrokrediten in Entwicklungsländern. Mit dabei waren beeindruckende Bilder und interessante Hintergründe aus Bangladesh, einem der ärmsten Länder der Erde - und ein Blick hinter die Kulissen des Mikrokredit-Projekts von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Zum Abschluss berichtete Benjamin Wolf, der Gründer der Südwerk Stiftung, über das Mikrokreditprojekt in Ecuador. Dieses hatte er im letzten Jahr ihm im Rahmen seines Engagements bei Foundation Human Nature gestartet. Bietigheimer Zeitung Online vom 16.07.2009: „INGERSHEIM, 16. JULI 2009 vom Die vergangenen drei Monate hat die Ingersheimerin Regine Harr in Bangladesh verbracht. Dort arbeitete sie an einem Projekt mit, das an arme Leute Kredite vergibt. Ziel: Sie sollen sich selbst helfen können.


Wer hierzulande einen Kredit aufnehmen will, muss vor allem eines in petto haben: Sicherheiten. Anders in Bangladesh. Dort bekommen gerade jene, die nichts vorzuweisen haben, einen Kredit - zumindest, wenn sie sich an die Grameen Bank wenden. Eine Gründerbank, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Ärmsten der Armen mit kleinen Finanzspritzen auf die Beine zu helfen.


Ein System, das es inzwischen in vielen armen Ländern der Welt gibt, das aber bei einer Neugründung auch selbst finanzieller Unterstützung bedarf. Die Ingersheimerin Regine Harr, die Tochter des evangelischen Pfarrer Michael Harr, rührt deshalb momentan die Werbetrommel für die Initiative, die Hilfe zur Selbsthilfe bieten will. Heute Abend stellt sie das Projekt und damit zusammenhängend eine in Ecuador angelaufene Hilfsaktion im Großingersheimer Gemeindehaus vor.


In den vergangenen drei Monaten hat sich die 28-Jährige ein Bild von den Zuständen in Bangladesh, einem übervölkerten Staat, in dem 150 Millionen Menschen auf einer Fläche zweimal so groß wie Bayern eng an eng leben, gemacht. Zurück daheim berichtet sie von Armut, von Analphabetentum und von Kreisläufen, die nur schwer zu durchbrechen sind. "Betteln ist dort ein Beruf", sagt Harr. Und vor allem Frauen hätten es schwer.


Zustände, die Professor Mohammad Yunus in den 70er-Jahren dazu bewogen haben, die Grameen Bank (Grameen heißt Dorf) zu gründen. Der Bangladeshi, der in den USA studiert hat, sah, dass die Armen mit den geringsten Mitteln überleben, dass sie also gewisse Fähigkeiten besitzen, sagt Harr. Für Yunus, der 2006 den Friedensnobelpreis für sein Projekt bekommen hat, habe es ein Schlüsselerlebnis gegeben, so Harr weiter. In einem Dorf entdeckte er eine Frau, die vom Verkauf von Bambusstühlen lebte. Für das Material jedes Möbelstücks musste sie sich 20 US-Cent leihen. Die Konditionen waren mehr als schlecht. Ihr Kreditgeber zwang sie, den Stuhl für 22 Cent an ihn zurück zu verkaufen. Ihr Gewinn lag also nur bei 2 Cent pro Stuhl. Mit den Geldern der Grameen Bank sei es inzwischen vielen gelungen, diese Spirale zu durchbrechen, sagt Harr.


Bis vor Kurzem hat die junge Frau als Investmentbankerin in London gearbeitet. Ihre Fähigkeiten im Finanzwesen will sie jetzt in etwas einbringen, das anderen hilft. Während ihres Aufenthalts in dem asiatischen Land lernte Harr, wie man selbst eine Bank, die auf Mikrofinanzierung spezialisiert ist, aufbaut. Mit Benjamin Wolf von der Südwerkstiftung, einer Entwicklungshilfeorganisation, plant sie jetzt eine ähnliche Aktion in Ecuador. Das Projekt ist bereits angelaufen. Harr soll dafür schon bald als Beraterin eingesetzt werden."

 

Jetzt im Reisetagebuch



Projektreise Kenia und Uganda


Von Ende Oktober bis Anfang November 2012 ist Benjamin Wolf, wieder in Afrika unterwegs. Diesmal in Kenia und Uganda. Auch hier schreibt er wieder ein Reisetagebuch über seine Erlebnisse

Zum Reisetagebuch Kenia und Uganda



Projektreise Südafrika


Vom 17. August bis zum 06. September 2012 war Benjamin Wolf, der Gründer und Geschäftsführer der Südwerk Stiftung, in Südafrika unterwegs. Er besuchte fünf der von uns unterstützten Projekte und traf viele Menschen und Organisationen.

Das Ziel der Reise war, die bestehenden Projekte und vor allem die beteiligten Personen vor Ort kennen zu lernen. Darüber hinaus wird der Blick auch in die Zukunft gehen, um künftige Chancen zu erkennen.

Zum Reisetagebuch Südafrika

Blog

Lesen Sie hier beispielhaft, was Südwerker als Freiwillige in dem von Foundation Human Nature e.V. betreuten Projekt bei ihren Einsätzen auf der Gesundheitsstation in Ecuador erlebt haben."

Sebastian, ab Januar 2013: zum Blog

Myriam, November 2011 bis Januar 2012: zum Blog

Benjamin Wolf, Juli 2008 bis August 2008: zum Blog

Clara, Oktober 2008 bis Februar 2009: zum Blog

Marianne Harr, November 2007 bis Mai 2008: zum Blog

Philipp Wolf, Juli 2007 bis Februar 2008: zum Blog


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